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Grundstücke · Referenz

Grundstück mit 65.000 m² und Kohlrabizirkus in Leipzig-Zentrum-Südost

Leipzig Zentrum-SüdostLeipzig

Objektbeschreibung

Das Grundstück umfasste rund 65.000 m² Gesamtfläche mit einem historischen, denkmalgeschützten Bestandsgebäude. Der Kohlrabizirkus war die frühere Großmarkthalle der Stadt Leipzig, entstanden zwischen 1927 und 1929. Bis 1994 wurde hier ausschließlich mit Obst und Gemüse gehandelt, heute dient ein Teil des Bauwerks als Veranstaltungshalle.

Die beiden Stahlbetonrippenkuppeln galten mit einer Spannweite von je 75 m seinerzeit als die am weitesten gespannte Massivkuppelkonstruktion der Welt. Die elliptisch geformten Schalen aus Stahlbeton haben eine Dicke von neun Zentimetern und werden von jeweils acht schräggestellten Säulen getragen. Beide Kuppeln überdecken mit einer Länge von 156 m und einer Breite von 76 m eine Fläche von fast 12.000 Quadratmetern. Ein zweigeschossiger Büroanbau umschließt die Halle auf zwei Seiten. Der Bau ist vollständig unterkellert und wird von zwei Fahrstraßen durchzogen. Im Herbst 2013 zeichnete die Bundesingenieurkammer die Kuppeln als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland aus.

Im Jahr 2000 wurde die Nordkuppel zu einer modernen, multifunktionalen Veranstaltungshalle umgestaltet. Die Nordhalle wird für Konzerte, Flohmärkte und ähnliche Formate genutzt und bietet bis zu 2500 Personen Platz. Seit Mai 2014 befindet sich im Keller der nördlichen Kuppel der Techno-Club Institut für Zukunft. Die Südhalle diente von 2000 bis 2012 im Winter als Eisdom und bot mit 2200 m² die größte Indoor-Eislauffläche Deutschlands, der Betrieb zog 2012 an einen neuen Standort um.

Laut Flächennutzungsplan waren Grundstück und Bestandsgebäude als Sonderbaufläche sowie für kulturellen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen ausgewiesen.

Der Kohlrabizirkus liegt zentrumsnah im Süden von Leipzig im Stadtteil Südvorstadt. Über die nahe gelegene Prager Straße sind Stadtzentrum und Autobahn schnell erreichbar, ebenso besteht Anbindung an das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel. Unmittelbar vor der Halle befinden sich rund 2000 Parkplätze. Die Südvorstadt erstreckt sich zwischen Zentrum und Connewitz, umgeben von den Ortsteilen Zentrum-Süd, Zentrum-Südost, Connewitz und Schleußig. Das Zentrum mit dem Marktplatz liegt etwa 2 km entfernt. Der Stadtteil ist wegen seiner Nähe zum Zentrum und zu größeren Grünanlagen ein beliebtes Wohngebiet mit Altbausubstanz, entlang der Karl-Liebknecht-Straße hat sich eine Kneipen-, Kleinkunst- und Alternativszene entwickelt.

Zur Verkehrsanbindung gehörten die Autobahnen A14 (Dresden bis Magdeburg) und A9 (Berlin bis Nürnberg), die Bundesstraßen B2, B6, B87, B181 und B184, ICE- und IR-Anschluss am Hauptbahnhof, der City-Tunnel der S-Bahn sowie die Straßenbahnlinie 16 ab Hauptbahnhof. Der Flughafen Leipzig/Halle liegt 10 km entfernt und ist per S-Bahn vom Hauptbahnhof erreichbar, der Flughafen Dresden 105 km.

Technische Daten der Nordhalle: Kapazität 500 bis 2.500 Personen, Hallengrundfläche ca. 5.300 m², Funktionsflächen ca. 350 m², Künstlergarderoben ca. 200 m², Eingangsbereich ca. 300 m², Vorbereitung Catering ca. 700 m². Der höchste Punkt der Kuppel liegt bei ca. 29 m, der Umlauf auf ca. 12 m Höhe. Vorhanden waren Sanitäranlagen für Damen und Herren, konzipiert bis 2.500 Besucher und jeweils mit Behinderten-WC, ein ausgestatteter Sanitätsraum, Besuchergarderobe, Lager- und Aufenthaltsräume, ein Cateringbereich sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser.

Das zweiteilige Rigg bestand aus einem ersten Ring mit 12 m Durchmesser in ca. 12 m Höhe und einem zweiten Ring mit 8 m Durchmesser in ca. 14 m Höhe, ergänzt um eine Vorrichtung zum Aufhängen von Trapezkonstruktionen. Der E-Technikraum bot eine Gesamtanschlussleistung von 800 KVA, an drei Hallenseiten lagen je zwei Steckdosenboxen mit max. 63 A, jeweils mit 1 x CEE 63 A, 1 x CEE 32 A, 1 x CEE 16 A und 2 x Steckdosen 220 V / 16 A. Die Hallengrundbeleuchtung lag bei 200 lux, die Veranstaltungs-, Eingangs- und Ausgangsbeleuchtung war dimmbar. Wasser und Abwasser konnten mobil zum jeweiligen Bezugspunkt verlegt werden. Funktionsflächen und Künstlergarderoben verfügten über moderne Heizungstechnik, die Wärmeversorgung der Halle war über temporäre Systeme möglich, gasbetriebene Heizungen waren nicht gestattet, Übergabepunkte vorhanden. Die Traglasten betrugen bei den Zufahrtsbrücken zwischen max. 9 t und 30 t, beim Hallenboden max. 1 t/m², beim ersten Rigg-Ring max. 3 t und beim zweiten max. 5 t.

Die Südhalle entsprach in der Größe der Nordhalle, die Stromversorgung lag bei 630 KVA für die Hallengrundbeleuchtung, die Deckentraglast bei max. 1 t/m².

Objektdaten

Immobilienart
Grundstücke
Stadt
Leipzig
Stadtteil
Leipzig Zentrum-Südost

Für Eigentümer

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